Motto: ???

Kampagne 2001/02

2002
2000

Die Welt ist schön - die Welt ist bunt, doch nur beim WCC geht's rund!

Vom Drumherum ist wenig dokumentiert, also halten wir uns ans Programm. Der MOZ-Reporter bewertete es nicht gerade großzügig, obwohl er nur wenig davon live erlebt hatte. Das Problem, dass bei Wortbeiträgen im hinteren Programmdrittel, die Aufmersamkeit des Publikums, auch wegen des erhöhten Alkoholspiegels, nachlässt, wurde über Gebühr vermerkt. Das mindestens 90% Prozent des Programms das Publikum begeistert hatten, hat er dagegen nicht herausbekommen. Er hätte einfach ein paar Leute befragen sollen, es waren genug im proppevollen Saal. Schließlich ist er Reporter.

 

Los ging es mit „unserem“ närrischen Eid, mit dem das Publikum auf den Abend eingestimmt wurde:

Narreneid

Bitte alle aufstehen!

Jeder fast seinen Nachbarn mit der rechten Hand ans linke Ohr und spricht mir nach!

Ich schwöre ...

 

Nach der Funkengarde wusste Schutzmann Fred (Thomas Nestroy) zu gefallen, der aus seinem „Verantwortungsbereich“ über Wichtiges und weniger Wichtiges plauderte und kalauerte.

Dr. Lothar Wesolek stieg als beamteter Angler in die Bütt und traf die Lachmuskeln des Publikums. Das war ein karnevalistischer Volltreffer. Einfach köstlich.

Unser neues Gesangsduo Julia Falke und Anett Schröder gab seinen Einstand und Jenniffer Woznica & Stefanie Kurpisch sangen ein Roch‘n‘Roll-Medley.

Daniela Karpe hatte mit den Fünkchen als Showtanz eine „Strandidylle anno 1900“ einstudiert, die mit sehr viel Beifall bedacht wurde. Beim „Knallbunten Gummiboot“ und weiteren Badehits wurde die Stimmung mächtig angeheizt.

Die Funken tanzten einen Letkiss. Für den aus Finnland stammenden Tanz sind vor allem immer wieder eingefügte Hüpfbewegungen charakteristisch. Die Funken setzten das tänzerisch und optisch gut um und auch die glitzernden Kostüme waren ein Hingucker.

Gabor Hanke brachte aus der Bütt heraus eine „kleine“ BH-Kunde amüsant unter die Leute.

Die Funkengarde tanzte in Windeln verpackt „Lollipop“.

Die Band des Elferrates brachte „Umbackalacka“ vom Schauorchester Ungelenk auf ihre Weise auf die Bühne.

Conny, Carolin & Thomas fabulierten in ihren Sketch über das unerschöpfliche Thema „Männer“. Damit kann man immer punkten.

Die Männer waren sich bis wenige Tage vor der Veranstaltung nicht einig, was sie auf die Bühne bringen sollten. Man entschied sich dann kurzfristig für „Daylight In Your Eyes“ von den No Angels. Zum richtigen Proben blieb keine Zeit mehr. Ein paar einfache Moves mussten reichen. Es hagelte hinter den Kulissen zu Recht Kritik. Aber wie das Leben ungerechterweise manchmal so spielt. Die Nummer kam riesig an. Der Saal tobte.

Nicole Steinbring glänzte mit ihrem Solotanz als Funkenmariechen und die Funkegarde entführte uns zum Tanz der Vampire. Das war ein schöner und anspruchsvoller Tanz, der zu gefallen wusste. Fetzige Kostüme, Nebelschwaden auf der Bühne, eine mitreißende Choreografie und strahlende Mädchen, den dieser Tanz sichtbar viel Spaß machte, ließen den Funken sofort auf das Publikum überspringen. Beim höherwertigen MOL-Cup konnte man damit Platz zwei erringen, beim regionalem Gardetanzfest in Altreetz, reichte es nur zu Platz drei. Man haderte dort sehr stark mit den Laien-Kampfrichtern, was durchaus nachvollziehbar war.

Den finalen Tanz lieferten dieses Mal das Damen- und das Männerballett mit Ihrem Tanz „Durch die Steppe“. Das Dschinghis Khan-Medley riss die Zuschauer noch einmal aus den Stühlen. Klasse! Klasse! Klasse! Mehr kann man dazu nicht sagen.

Im Februar kam der Farmertanz der Funken und der Funkengarde hinzu. Das war eine frisch fröhliche Gemeinschaftsproduktion. Die Fünkchen tanzten zusätzlich zu Lalelu.

Brisco Schneider (Gabor Hanke) und der Boss der Rosa Nostra (Dr. Lothar Wesolek) schossen eine Lachsalve nach der anderen ab.

Das Damenballett brachte eine Mini-Playback-Show mit Thomas Nestroy als Moderatorin Marijke Amado auf die Bühne. Eine schöne Idee und auch gut umgesetzt.

Beim MOL-Cup im Gardetanzsport erfüllten sich nicht alle Träume. Das Niveau insgesamt ist höher geworden. Es wird schwerer aufs Treppchen zu kommen. Einige Klubs konzentieren sich verstärkt auf den Gardetanzsport. Wir spielen unsere Stärken eher im Showtanz aus. Beim Showtanz der Junioren konnten wir den zweiten und dritten Platz belegen, bei Aktive Garde den dritten Platz und bei Aktive Schautanz den zweiten Platz.

Beim 4. Gardetanzfest in Altreetz haderte man mit den Entscheidungen der Laien-Jury. Lokalpatriotismus und Bauchgefühl bestimmten so manche Entscheidung der Juroren. Damit konnten sich die Mädchen nicht anfreunden. Es muss vergleichbare und nachvollziehbare Bewertungsregeln geben, dann kann man auch mit Niederlagen leben. Wenn man sich verschaukelt fühlt, klappt das eher nicht. Da sollten die Veranstalter nachbessern. Denn wenn offen von "blinden" und "wohlwollenden" Richtern gesprochen wird (siehe MOZ vom 11. März 2002 ), schädigt das den Ruf des Gardetanzfestes und zwischen den Karnevals-Klubs werden unnötig Gräben aufgerissen. Daran sollte niemand ein Interesse haben. Bei den Fünkchen steht ein zweiter Platz zu Buche und bei der Garde "nur" ein dritter Platz.

 

Der Elferrat

Justizminister Günter Lippert
Innenminister  Reinhard "Reini" Klatte
Außenminister Dr. Lothar Wesolek
Minister für Sex und andere technische Wissenschaften Burghardt Falkenhagen
Minister für Tuten und Blasen Kalle Schröder Kalle Schröder
Minister für Jubel, Spass und Narrenschutz Rainer Holz
Minister für Transport und Verkehr Fritz Saslona
Minister für Korruption und Bestechung Burkhard Möbis
Minister für Pleiten, Pech und Pannen Bernd Saparautzki
Vizepräsident Günter Kettner
Präsident Jürgen Reichelt

 

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